Virales Marketing
Als Virales
Marketing werden
alle Techniken
bezeichnet, welche
den Kunden animieren
sollen, die eigenen
Angebote und
Dienstleistungen
weiter zu empfehlen.
Dabei verbreitet
sich eine anfänglich
überraschende,
unerwartete oder für
die Zielgruppe sogar
sensationelle
Botschaft über
Mundpropaganda wie
ein Virus. Diese
Mundpropaganda wurde
lange Zeit sehr
unterschätzt. Heute
wird sie sogar
unterstützt, indem
den Kunden die
nötigen Mittel zur
Weitergabe der
Information zur
Verfügung gestellt
werden.
Jedoch hat das ganze
Vorteile und auch
Nachteile. Lässt man
den Kunden aktiv
werden riskiert man
eine
unkontrollierbare
-
Weiterentwicklung
der
Marketing-Botschaft
-
Beschleunigung
oder
Verlangsamung
der
Verbreitungsgeschwindigkeit
-
Ausdehnung,
Verkürzung oder
Verlagerung des
Verbreitungsgebietes
und
-
Ausdehnung oder
Begrenzung der
Zielgruppen oder
auch die
Ansprache von
Zielgruppen, die
man nicht
erwartet hat
oder auch
unerwünscht sind
Das Ganze kann
viele Vorteile
haben. Man erreicht
dadurch Zielgruppen
und Effekte, welche
man in der Planung
nicht einmal
berücksichtigt
hatte. Das kann aber
auch ins Negative
umschlagen, deswegen
muss die
Entwicklung, der
Inhalt und die
Verbreitung der
Botschaft
genauestens
beobachtet werden.
Dafür müssen
"Beobachtungspunkte"
definiert und
eingerichtet werden.
Ebenso müssen
Maßnahmen geschaffen
werden, damit die
Botschaft
nötigenfalls wieder
in die gewünschte
Richtung gelenkt
werden kann. Das ist
Vergleichbar mit der
Steuerung eines
Segelschiffes in
unbekannten
Gewässern – ohne
Lotse und Seekarte.
Man muss den Wind
beachten, das Wetter
und den Abstand zum
Meeresboden. Ab und
an müssen die Segel
auch mal gestrichen
werden.
Die Planung des
Viralen Marketings
ist nur sehr
begrenzt möglich, da
sie weniger vom
Marketingvolumen
abhängt, als von der
Kreativität der
Macher. Malcolm
Gladwell hat in
seinem Buch "Der
Tipping Point"
folgende
Planungsparameter
genannt:
- das Virus
(Stickiness-Factor)
- die
Überträger (The
Few)
- der
Nährboden (Power
of Context)
Die reine
Mundpropaganda im
Internet lässt sich
zum Glück leichter
verfolgen und auch
beeinflussen, als
außerhalb im realen
Leben. So versuchen
Webseiten wie
eComplaints
Beschwerden von
Kunden zu sammeln
und zu moderieren.
Diese werden den
betroffenen
Unternehmen
kostenpflichtig zur
Verfügung gestellt.
Wer sich von einem
Unternehmen schlecht
behandelt fühlt,
kann dort seine
Erfahrungen
veröffentlichen.
Eine deutsche Seite
nach dem gleichen
Vorbild ist Vocatus.
Virales Marketing
zur Promotion von
Websites
Die Techniken des
viralen Marketings
spielen gerade bei
der Promotion von
Webseiten eine große
Rolle, da neue User
überwiegend durch
Empfehlungen
gewonnen werden. Sie
werden bereits von
vielen Websites
erfolgreich genutzt.
Möglichkeiten der
Promotion
- Bei
E-Cards senden
Benutzer einer
Seite
befreundeten
Menschen eine
E-Mail mit der
Aufforderung
sich eine
Webseite, eine
Grafik
anzuschauen,
oder sich eine
Audiodatei
anzuhören. In
Deutschland ist
die Nutzung von
E-Cards jedoch
etwas
problematisch.
Siehe "Gericht
stärkt Schutz
gegen
unerwünschte
E-Mail-Werbung"
-
Suchmaschinen
bieten den
Besitzern von
Webseiten an
Suchboxen in
ihre Seite zu
implementieren
und somit diese
Suchmaschine zur
Nutzung zu
empfehlen
- Eine
andere
Möglichkeit ist
es seinen Usern
eine kostenlose
E-Mail-Adresse
zur Verfügung zu
stellen
- Bei
Partnerprogrammen
erhalten
Websitebetreiber
Traffic oder
Geld, wenn sie
Websites von
Partnerprogrammbetreibern
empfehlen
- Bei
Linktausch-Vereinbarungen
empfehlen sich
Webseiten
gegenseitig
-
Thematisch
zusammenpassende
Webseiten können
sich zu einem
Webring
zusammenschließen
und sich so
wechselseitig
empfehlen
- Auch die
Veröffentlichung
von (Kunden)Meinungen
kann für einen
Anstieg der
Besucherzahlen
sorgen
- Über
Messenger wie
ICQ können
Website-Adressen
per einfachen
Mausklick an
Freunde
übertragen
werden
- Eine
einfache Methode
ist eine
eingebaute
Mailto-Funktion
mit der frage:
"Kennst du
jemanden, dem du
diese Seite
empfehlen
möchtest?"
-
Online-Händler
locken manchmal
durch
finanzielle
Anreize,
bestimmte
Produkte zu
rezensieren. So
zum Beispiel
Amazon
- In
Newslettern kann
man den Leser
bitten den
Service oder die
Webseite weiter
zu empfehlen
- Man kann
auf bestimmten
Seiten (E-Zine
oder
Artikelverzeichnis)
kostenlose
Inhalte zur
Verfügung
stellen, für
welche man einen
Backlink fordert
- Man kann
lustige oder
nützliche
Downloads wie
Screensaver oder
freie
Musikstücke
anbieten und
darauf hoffen,
dass sich dieser
Service
rumspricht
Hochintegratives
Marketing
Von den
geringintegrativen
Ansätzen lassen sich
die hochintegrativen
unterscheiden, bei
welchen die Kunden
im erheblichen
Umfang in die
Marketingaktivität
eingebunden werden.
Beispiele hierfür
sind:
-
Partnerprogramme
in welchen die
Kunden als
Affiliates
ihrerseits
selbst Kunden
werben und dafür
Vergünstigungen
bekommen. Das
geht hin bis zu
Multi-Level-Konzepten
- In
Expertenportalen
können
ausgewählte oder
optierende
Kunden als
Redakteure,
Moderatoren oder
Ratgeber
mitwirken
- In
virtuellen
Communities
können
ausgewählte
Mitglieder als
Guides, VIPs
oder Moderatoren
fungieren. Neu
an diesem
Konzept ist
lediglich die
Übertragung ins
World Wide Web.
"Offline"
begegnet uns
dieses Konzept
tag täglich
- Wenn
Parteien aus den
Reihen ihrer
Mitglieder oder
Sympathisanten
Kandidaten für
Wahlämter
stellen, welche
für bestimmte
Zielgruppen
attraktiv sind,
Seitenanfang Virales
Marketing |